Programm

Dienstag, 23. November 2010

ab 9:00
Registrierung
10:00-10:15
Begrüßung und Eröffnung
DI Gernot Kohl, MSc - Geschäftsführer der FH St. Pölten
10:15-10:30
Einführung - Media 3.0
FH-Prof. DI Hannes Raffaseder - FH-Vizerektor für Forschung

Session I - Video in a Box

10:30-11:00
Multimediale Produktion - Integrale Konzeption und Programmatik konvergenter Kompetenzprofilierungen in Ausbildung, Forschung und Wirtschaft
Christian Filk, Ruedi A. Müller-Beyeler, Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (HTW)
Abstract

Die Durchdringung individueller und kollektiver Lebenswelten mit allgegenwärtigen Informations- und Kommunikationstechnologen ist Fakt und längst bekannt. Hatten sich in der Medienproduktion über viele Jahre weithin lineare, hierarchisch strukturierte Arbeitsabläufe mit genau definierten Kompetenzen und klar voneinander abgegrenzten Aufgabengebieten bewährt, so fordert die Dynamik der sich rasant beschleunigenden Entwicklung konvergierender digitaler Medien zyklische, interdisziplinär vernetzte, offen partizipatorische Arbeitsorganisation und Workflows ein. Doch ungeachtet dessen scheinen Gesellschaft und Wirtschaft nach wie vor auf die tradierte Logik und Logistik ihrer überkommenen Betriebsabläufe und Branchen-Netzwerke zu setzen. Vor dem Hintergrund dieses strukturellen Dilemmas vertreten die Autor/inn/en die Arbeitshypothese, dass es einer dezidiert integrale Konzeption und Programmatik konvergenter Kompetenzprofilierungen in Aus- und Weiterbildung, Forschung und Wirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft bedarf, um den grossen Anforderungen und Herausforderungen der gesamten digitalen Produktions- und Wertschöpfungskette angemessen begegnen zu können: angefangen von der Idee über Konzeption und Produktion bis hin zur Distribution, Verwertung und Archivierung medialer Inhalte. Der innovative und pragmatische Ansatz, der vorgestellt werden soll, folgt der Maxime Konvergentes Produzieren". Das Hauptanliegen besteht darin, Konvergenzspezialistinnen und -spezialisten durch ein auf Komplementarität und Differenz hin abgestimmte Kompetenzprofile und Produktions-Workflows auszubilden. Das Strukturmodell soll deutlich machen, welche Kompetenzen vermittelt werden müssen und wie diese im Einzelnen zusammenhängen. Um der sachlich gebotenen Komplexität und Professionalität digitaler Produktions- und Wertschöpfungsketten Rechnung zu tragen, wird zum einen zwischen "Wissen" (Knowledge), "Fähigkeiten" (Competence) und "Fertigkeiten" (Skills) beziehungsweise zum anderen zwischen "Produktionskompetenz", "Narrationskompetenz" und "Marktkompetenz" unterschieden. In dem Vortrag wird die integrale Konzeption und Programmatik konvergenter Kompetenzprofilierungen in der multimedialen Produktion vorgestellt und deren Adaption und Konkretisierung anhand ausgewählter Fallbeispiele aus Ausbildung, Forschung und Wirtschaft erläutert.

11:00-11:30
Untitled Lovestory
Thomas Strasser, Peter Koller, Eidolon Entertainment, AT
Abstract

UNTITLED LOVESTORY is an imaginative and action-driven romance. Set in a world in between fiction and reality the film tells the story of Bali - a quirky young writer, who is working on a trashy novel about four gangsters - and his futile struggle to find love and happiness. One day he meets his Goddess, the girl of his dreams. Yet not all is well, as the story takes a dark turn when Bali finds out that his Goddess is far from perfect.
With the meanest cops on his heels and his goddess riding shotgun, Bali escapes into his own story where the final showdown takes place - a wild romantic ride with many unforeseen moments, a modern spaghetti-western and eulogy to imagination.
During the cousre of preproduction we decided to previsualize the entire film (!) in 3D animated graphics, a method yet rare and hardly seen even in international film production. Our efforts got us invited to the SIGGRAPH 2010 in LA, where the two trailers were presented to an international crowd of industry experts. Please see the trailers of the previsualization at: www.uls-film.com

11:30-11:45
Pause
11:45-12:15
A Key Management Architecture for Digital Cinema
Roland Schmitz, Sebastian Knop, CinePostproduction GmbH, München
Abstract

The present paper gives an overview of the Digital Cinema Initiatives (DCI) specification, analyzes its security architecture in detail and identify some open issues. In addition, we show how the secure generation of DCI compliant keys is integrated into the production workflow of a well-known post-production studio by means of a key management architecture.

12:15-12:45
KEYNOTE: 3D TV - Einfluss der CE Industrie auf 3D und Smart TV, sowie deren Bedeutung für Fersehmacher
Georg Domiter, SAMSUNG Electronics Austria GmbH
Abstract

Technologische Neuerungen und Trends begleiten die Geschichte der Fernseher seit jeher. War es in den 80er Jahren bereits State of the Art, über 99 Sender speichern zu können erfuhr das Genre vor kurzer Zeit eine weitaus größere Neuerung. Mit dem Eintritt in das Zeitalter des hochauflösenden TVs sind Features wie Full HD, 4HDMI Eingänge, LED Backlight und ein dynamisches Kontrastverhältnis von mehr als 1.000.000:1 unerlässlich. Wo liegt jedoch die Zukuft des Fernsehens?
Es ist nun an der Zeit, neben den Innovationen im Hardware Bereich noch ein Quäntchen mehr zu bieten. Der Konsument ist auf der Suche nach Convenience und Connectivity. Die Zukunft und der Erfolg liegt somit in der Integration von Hardware und Software.
Mit dem neuesten Trend 3D verspricht sich die Industrie, den Konsumenten einen Jahrzehnte währenden Traum erfüllen zu können. Darüberhinaus gilt es dem Mobilitäts- und Flexibiltätscharakter einer immer schnelllebigeren Gesellschaft Rechnung zu tragen. Smart TV als missing link zwischen CE und IT. Aber wer soll diese Trends vorantreiben? Die Industrie oder doch die Fernsehanstalten. Oder gar die Content Produzenten?
Eine Analyse von neuen Trends und deren Bedeutung für verbreitende Medien und Produzenten aus Sicht der Industrie.

Mittagspause

12:45-14:00

Session II - Mobiles Internet

14:00-14:30
Die 4 Kernprobleme der mobilen Webentwicklung
Kerstin Blumenstein, FH St. Pölten (Next Generation)*
Abstract

In den letzten Jahren hat der Zugriff auf das Internet mit mobilen Endgeräten enorm an Bedeutung gewonnen. Dies ist einerseits auf die stetig steigenden Datenraten bei gleichzeitig fallenden Kosten zurückzuführen. Andererseits wurde auch die Qualität der Darstellung und Benutzbarkeit herkömmlicher Websites auf Smartphones deutlich verbessert. Dennoch müssen Unternehmen, die ihre Internetpräsenz mobil komfortabel nutzbar machen wollen, auf die Besonderheiten und Einschränkungen der mobilen Endgeräte Rücksicht nehmen.
Für diese Arbeit wurden die in mehreren empirischen Untersuchungen gesammelten Erkenntnisse bei der Benutzung normaler sowie mobil optimierter Websites aufgearbeitet, analysiert und folgende Kategorisierung der Probleme gefunden:
- das Eingabeproblem: insbesondere bei tastaturlosen Geräten (Touchscreen-Geräten)
- das Darstellungsproblem: z.B. Screengröße, Kontrast, Farbdarstellung
- das Vollständigkeitsproblem: Vollständigkeit versus Übersichtlichkeit
- das Limitationsproblem: in Bezug auf unterstützte Inhalte (z.B. Flash)
Die Kategorisierung der Probleme und Besonderheiten sowie die in Folge vorgestellten Maßnahmen, um diesen zu begegnen, können sowohl bei der Optimierung bestehender Websites als auch für neue Projekte zur Anwendung kommen.

14:30-15:00
Mobiles Zwitschern und phatische Kommunikation - Subjektive Handlungsweisen in Bezug auf Selbstdarstellung, Netzwerken und Informationsverhalten am Beispiel des Microbloggings
Christine Therese Ketzer, Jane Fleischer, Prof. Klaus Bredl, Universität Augsburg (Next Generation)*
Abstract

Unter den Voraussetzungen von Real Time Web und mobilem Internetzugang entwickeln sich Kommunikationsformen; wichtig ist in diesem Zusammenhang Microblogging, das von der strukturellen, technologischen Ebene ebenso wie von der sozialwissenschaftlich, nutzerzentrierten Perspektive gedacht werden muss.

15:00-15:30
KEYNOTE: junaio - Augmented Reality im Mobile Web
Frank Angermann, metaio GmbH, München

Pause/Ausstellung

15:30-15:45

Session III - Interactive Audio

15:45-16:15
GeMMA - Generative Music for Media Applications
Julian Rubisch, Jakob Doppler, FH St. Pölten
Abstract

Generative Music for Media Applications ist ein Projekt zur Unterstützung des kreativen Workflows im Bereich des Sounddesigns und musikbasierter Medienproduktionen. Gerade bei zeitlich und budgetär eingeschränkten Produktionen in der Multimedia- und Spielebrache sowie in der Entwurfsphase von Videoproduktionen sind Rapid Protoyping Verfahren nicht nur im Bereich der Softwareentwicklung sondern auch bei der Unterstützung des audiovisuellen Designprozesses gefragt. Ziel ist es nicht die Arbeitsweise von Komponisten und Musikproduzenten zu automatisieren, sondern Ideen für Klänge und Klangstrukturen nach einer eingeschränkten Anzahl an semantischen Vorgaben zu erzeugen.

16:15-16:45
Grooving Factory: Engpassanalyse in der Produktionslogistik auf Basis von Auditory Display
Michael Iber, Katja Windt, Jacobs University Bremen
Abstract

Daten im Bereich der Produktionslogistik repräsentieren die Planung und Ausführung von Prozessen im Produktionsverlauf einer Fabrik. Sie sind zeitbasiert und entwickeln aufgrund der Parallelität von Vorgängen einen hohen Grad an Komplexität, der im Bereich der Werkstattfertigung durch eine zunehmende Vielfalt an Produkttypen noch steigt. In dem Forschungsprojekt "Grooving Factory" werden in Analogie zu bestehenden Analyseverfahren Engpässe im Produktionsverlauf in Bezug auf die logistischen Zielgrößen (niedriger Bestand, niedrige Durchlaufzeit, hohe Termintreue, angemessene Auslastung) anhand von Produktionsdaten AKUSTISCH analysiert. Im Vergleich zu etablierten Verfahren erlaubt die Analyse zeitbasierter Daten mittels Auditory Display eine höhere zeitliche Auflösung und stellt den Produktionsablauf in seiner vollen Komplexität dar. Auf diese Weise – so die Forschungshypothese –lässt sich verfolgen, wie sich Engpässe einzelner Aufträge und Arbeitssysteme oder auch Reihenfolgevertauschungen bei der Bearbeitung auf den Gesamtablauf und die Termintreue auswirken.

Golden Wire

ab 19:00
Verleihung des Medienpreises GOLDEN WIRE 2010
der FH St. Pölten
Multimediale, medientechnische Kreativarbeiten der Studierenden werden prämiert und mit tollen Preisen ausgezeichnet.
ab 21:30
Aftershow-Party mit Live-Band The Su'sis

Mittwoch, 24. November 2010


09:00-10:00
Registrierung

Session IV - Archivierung

10:00-10:45
KEYNOTE: Digitalisierung des ORF-Fernseharchivs
Christoph Bauer, ORF, Wien
Abstract

Als vor 10 Jahren die Planungen fÜr eine großflächige Langzeitsicherung der Bestände des ORF-Fernseharchivs begannen, war die Volldigitalisierung des ORF-Produktionsworkflows und einer damit verbundenen Volldigitalisierung der Archiv-Bestände noch kein Thema. Trotzdem mußten auf der einen Seite die Zeichen der Zeit gedeutet und auf der anderen Seite die volle UnterstÜtzung des tagtäglichen Produktions- und Sendebetrieb gewährleistet werden.
Als Teil eines "gesamtheitlichen" Produktionsbetriebes und als Verantwortlicher für die Erhaltung eines wichtigen Parts des österreichischen Kulturerbes, als Servicedienststelle eines Medien-Unternehmens und als audiovisuelles Gedächtnis Österreichs kennt das ORF-Fernseharchiv alle Aspekte und Rollen eines modernen Medienarchivs. So gesehen war das letzte Jahrzehnt eine Art Gratwanderung zwischen auf der einen Seite limitierenden Faktoren wie technische und rechtliche Randbedingungen sowie budgetäre und technologische Möglichkeiten, und auf der anderen Seite Zielsetzungen wie eine bestmögliche Erhaltung des audiovisuellen Kulturerbes und der gewünschten Verfügbarkeit und Öffnung des Archivs und seiner "Schätze".
Die Erfahrungen auf diesem Weg, die getroffenen Entscheidungen, ihre nachträgliche Bewertung und die Ergebnisse der letzten Jahre sind Inhalt dieses Vortrags. Der ORF steht heute an der Schwelle zur Volldigitalisierung des Produktions- und Sendebetriebs im Fernsehbereich; daher werden auch die geplanten und im Aufbau befindlichen Strukturen vorgestellt.
Die Sicherung der Bestände des ORF-Fernseharchivs und die Zugänglichkeit standen und stehen immer im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Mit der digitalen Langzeitsicherung, der großflächigen Migration bestehender digitaler Formate und der Entwicklung und Weiterentwicklung von Werkzeugen für den effizienten Zugriff auf unsere Inhalte und Bestände wird dieser Mittelpunkt auch in den nächsten Jahren unser Tun und Handeln bestimmen.

10:45-11:15
Content Quality Assessment and Metadata Interoperability for Preservation of Audiovisual Media
Werner Bailer, Kurt Majcen, JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH, Graz
Abstract

There are millions of hours of audiovisual content in collections of dedicated broadcast, film and sound archives, institutional or corporate archives, libraries and museums. Handling audiovisual content is undergoing a dramatic change, being migrated to files: invisible, stored "in the cloud" and played by black box technology at a remote machine. The most important requirement is to provide means for long-term digital preservation of audiovisual content, ensuring the technical and archival integrity of the content and enable accessing and reusing the content. In this paper we address issues of automatically assessing the quality of audiovisual content as well as tools for metadata interoperability to facilitate content access and exchange.

Pause

11:15-11:30

Session V - Formatentwicklung

11:30-12:00
SwissMountainHolidayRadio
Christian Stärkle, HTW Chur & Allmediaconsulting AG, CH (Next Generation)*
Abstract

Bergradios künftig im Mittelland
Der Bundesrat hat neben 7 weiteren Konzessionsgesuchen auch jenes von SwissMountainHolidayRadio bewilligt. Das neue Radioprogramm soll künftig auf DAB (Digital Audio Broadcasting) vertrieben werden und wird von 7 Bergradios bestritten.
Gemäss dem Bündner Ständerat Christoffel Brändli und künftigem Verwaltungsratspräsidenten ist mehr als nur sinnvoll, wenn die Anliegen der Bergregionen auch im Mittelland in den Medien gebührend vertreten werden. "Da ist ein Radio, welches aus dem Fundus der Bergradios schöpfen kann, gerade richtig," so Christoffel Brändli. "Die mediale Verbreitung der Anliegen der Bergbevölkerung ist für die direkte Demokratie und die Schweiz ein besonderes Anliegen." So zeigen sich denn die Bergradios, Radio Engiadina, Radio Grischa, Radio Central, Radio Emme, Radio BeO, Radio Freiburg und Radio Rottu Oberwallis AG auch erfreut darüber, dass sie endlich auch im bevölkerungsdichtesten Gebiet der Schweiz, im Mittelland ein Radioprogramm ausstrahlen dürfen. Wohl wird dies lediglich über DAB verbreitet. Eine parallele Verbreitung über Internet ist aber für die künftigen Macher eine Selbstverständlichkeit. Ebenso wichtig ist für die Initianten dieses Radios, dass die künftige Verbreitungstechnologie auch gebührend gefördert wird. "Dies ist nicht nur eine Frage des Geldes", so Christian Stärkle Verwaltungsratspräsident von Radio Rottu Oberwallis AG, "dies ist auch eine Frage der medialen Präsenz und der Werbung fÜr die neue Verbreitungstechnologie mit den herkömmlichen Medien."
Das künftige Programm wird sich vor allem an die Bevölkerung ab 25 Jahren richten. Die enge Zusammenarbeit mit dem Tourismus der Bergregionen soll zudem die Attraktivität der Schweiz als Ferienland fÜr die Schweizerinnen und Schweizer aufzeigen.

12:00-12:30
Sprechen über Forschung - Deutschsprachige TV-Formate der Wissen(schafts)kommunikation
Rosa von Suess, Barbara Neunteufel, Astrid Drechsler, FH St. Pölten
Abstract

Eine professionelle mediale Präsenz ist ein zentraler Erfolgsfaktor in der heutigen Wissensgesellschaft. Unabhängig von konkreten Ideen, Inhalten und verfolgten Zielen ist ein entsprechender medialer Diskurs eine Notwendigkeit, um nachhaltige Wirkungen zu erzielen. Dabei erleichtern einerseits neue Medien den Zugang, fördern vielfältige, zielgruppenspezifische Inhalte und führen zu einer (scheinbaren?) Demokratisierung. Andererseits werden zumindest in den "klassischen" Massenmedien unter enormem Kosten- und Quotendruck zahlreiche, für die Entwicklung demokratischer Gesellschaften wichtige Inhalte von meist oberflächlicher Unterhaltung, z. B. männlich dominierter Sportberichterstattung, verdrängt. Generell werden im deutschsprachigen Raum eher wenige Medienformate neu entwickelt. Speziell an Formaten zur Kommunikation, Diskussion und Verbreitung komplexer Fragestellungen im Bereich von Wissenschaft und aufstrebenden Technologien für jugendliche Zielgruppen besteht ein Mangel. Die wenigen bestehenden Formate sind darüber hinaus vielfach männlich dominiert. Abgesehen von meist weiblichen ModeratorInnen betrifft dies sowohl die vorgestellten Projekte und WissenschafterInnen, als auch die RedakteurInnen und ProduzentInnen. Auf diese Weise werden nicht nur Rollenmodelle und Klischeevorstellungen weiter transportiert, sondern auch neue Sichtweisen auf aktuelle Fragestellungen u. a. nach Relevanz und Wirkung neuer Technologien behindert.
Ein wesentliches Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Entwicklung eines audiovisuellen Medienformats für Wissenschafts- und Technologiekommunikation unter besonderer Berücksichtigung der Zielgruppe und von Genderaspekten. In diesem Format sollen vor allem komplexe Fragestellungen im Bereich Medien und Medientechnologien für eine jugendliche Zielgruppe verständlich aufbereitet und behandelt werden. Zu diesem Zweck wurden Wissens- und Wissenschaftsformate von 15 TV Sender analysiert. Dabei wurde das Hauptaugenmerk auf die unterschiedlichen Darstellungsformen und auf genderspezifische Gesichtspunkte gelegt.
Neben der Entwicklung eines neuen Wissenschaftsformats für eine jugendliche Zielgruppe sollen die Ergebnisse aus der Untersuchung unter anderem auch dazu dienen um das Umfeld des Projekts, wie zum Beispiel Studierende, Lehrende, KooperationspartnerInnen der FH St. Pölten, auf genderspezifische Aspekte zu sensibilisieren und diese Erkenntnisse als wichtiges Qualitätskriterium in der Medienproduktion zu berücksichtigen.

Mittagspause / Ausstellung

12:30-14:00

Session VI - Mediale Räume

14:00-14:30
Login 2 Life
Thomas Strasser, Daniel Moshel, Eidolon Entertainment, AT
Abstract

Login 2 Life is a feature documentary about life online and what fascinates people about it so much. The documentary will be shot on location in real life as well as in the virtual worlds our protagonists reside in. It will be filmed and postproduced in high definition digital video. The project is designated for TV release in 2011.
Why do people spend more and more time in virtual worlds? Some more than their weekly work-hours combined, just interrupting their time online for food and sleep? What do they get out of interacting with cartoon-like avatars on a computer screen?
In the mainstream media, synthetic worlds (MMOGs) are mostly portrayed as a fringe phenomenon for social outcasts. Sex, violence, addiction and antisocial behavior are often at the core of news reports. There seems to be a clear lack of understanding of this new generation - the Digital Natives! But not only young folks are wrapped up in virtuality.
Our starting point for a journey into cyberspace is the exploration of the lives of seven people, who experience deep connections, love and hate, loneliness and intimacy inside digital worlds. Are they groundbreaking pioneers of a lifestyle that will be commonplace in the near future? A future where the avatar, our digital self, will become a natural extension of our physical self?

14:30-15:00
Unsichtbare Politik, multiple Persönlichkeiten, elektronische Darsteller - Über sublime politische Strukturen im Web 2.0 und Aktivismus wider Willen
Georg Eckmayer, FH St. Pölten
Abstract

Ziel dieses Vortrags ist es einen erweiterten Bildbegriff zu formulieren, der Abbildung als dynamischen Prozess definiert - das Bild als Bildzusammenhang - und nicht als statischen Verweis. Die Abbildung als Index, als verbindlicher Verweis auf eine Tatsache, auf ein Vorbild, basiert auf der klassischen Vorstellung eines technischen kausalen Zusammenhangs zwischen Objekt und Betrachter mittels einem Gerät (Objektiv). Dieser Denkansatz scheint jedoch für digitale Kommunikationsmittel nicht ausreichend, um das Verhältnis zwischen Bild und Vorbild zu beschreiben. Bilder verweisen nicht einfach auf ein tatsächliches Vorbild, sondern die Wirklichkeit des Bildes entsteht im Spannungsfeld zwischen Verweis, kontextuellem Umfeld (Produktion und Vertrieb) und dem Betrachter/Nutzer.
Anhand eines aktuellen Beispiels der Verwendung neuer Medien eines Ex-Mitglieds der Israelischen Armee möchte ich den Status der Persona - ein spezieller Bildzusammenhang - in interaktiven digitalen Medien skizzieren.

15:00-15:30
Aufrüstung der Frequenzen: Medientheoretische Überlegungen zur Soundkunst, dem Military-Entertainment-Komplex und Freizeitindustrie
Heinrich Deisl, skug - Journal für Musik
Abstract

Als Basis für den Vortrag dient "Sonic Warfare: Sound, Affect and the Ecology of Fear" (MIT Press, 2010) von Steve Goodman. Es geht um eine theoretische Verschaltung von militärischen Technologien (Internet, Schallwaffen/Long Range Audio Devices - LRADs ...) und deren Ikonografien (Videospiele, ...), der zunehmend "militarisierten" Freizeitindustrie vor dem Hintergrund des Military-Entertainment-Komplexes, der Nutzung von Sound als Abschreckung und um neue Möglichkeiten fÜr die Soundkunst.
Der Vortrag versucht, jene affektiven Parameter herauszuarbeiten und in einen aktuellen Kontext zu stellen, die sich etwa durch "Apocalypse Now" ins kollektive (Medien-)Gedächtnis eingeschrieben haben. Diese psychologische Beeinflussung zielt auf gesellschaftsnormierende Praktiken, die sich aus einer "Ökologie der Angstö speisen. Diese "Ökologie der Angst" ist zu einer griffigen Strategie dafür geworden, den öffentlichen Raum mittels Überwachungskameras, Segregation, LRADs, etc. sozusagen audiovisuell aufzurüsten.
Themenkomplexe:
x) Was ist der Military-Entertainment-Komplex aus historischer, soziologischer und akustischer Perspektive und wie interagiert er mit medientheoretischen Fragestellungen?
x) Welchen Beitrag liefern dazu Video Games, Web-3.0-Applikationen und Social-Media-Tools? Inwieweit konvergiert Transparenz mit Überwachung?
x) Wie transformiert sich der öffentliche Raum durch LRADs?
x) Worin bestehen Gemeinsamkeiten/Gegensätze zwischen Military-Entertainment-Komplex und avancierter Soundkunst?
x) Wo finden sich Zusammenhänge zwischen Sound-Applikationen des öffentlichen Raums und künstlerischen Interventionen/medialen Inszenierungen?

* Next Generation: Herausragenden Abschlussarbeiten deutschsprachiger Hochschulen und Universitäten aus den Jahren 2009 und 2010 wird im Rahmen des FMT besondere Aufmerksamkeit geschenkt

Ausstellung: Während des gesamten Forums präsentieren Firmen im Foyer der FH St. Pölten aktuelle Technologien, Entwicklungen und Projekte.

Änderungen vorbehalten